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Mein Urlaub in Italien 2005



Gut, also wie schon mal erwähnt, ich wollte schon IMMER mal nach Italien. Tja, und am 14.08.2005 war es dann soweit…

Ähm ja, wo soll ich nun beginnen? Gut, ich beginne wohl am Besten am Anfang und der wäre bei der Abfahrt von zu Hause.
Um 4:35 Uhr wurde ich unsanft aus meinem Schönheitsschlaf (den ich eigentlich eh nicht nötig habe ;-)) geweckt. Mein allererster Gedanke war, dass ich in die Schule muss, doch dann fiel mir ein, dass wir (also Mama und ich) nach Italien fahren wollten. Nachdem ich mich von meinem morgendlichen Schüttelfrost, den ich immer habe, wenn ich nicht ausgeschlafen bin, erholt hatte, zog ich mich an und dann konnte die Reise losgehen.
Nach einer emotionalen Verabschiedung von meinem Papa, saßen wir dann um 5:05 im Auto und die Reise konnte nun wirklich beginnen. Wir fuhren auf die Autobahn und irgendwann "trafen" wir auf der Autobahn einen kleinen lustigen Wiener, der meinte, uns immer wieder überholen zu müssen. Einmal überholten wir ihn und dann überholte er uns… Dieses Spielchen ging dann ziemlich lange, bis er uns dann überholte und wir ihn aus den Augen verloren.

Um 8:20 Uhr machten wir bei der letzten österreichischen Raststation vor der Grenze halt und legten eine Pinkel- bzw. Rauchpause ein. Irgendwie war ich aufgeregt und gespannt gleichzeitig, denn so einen Urlaub hatten wir noch nie gemacht. In ein übers Internet gebuchtes Hotel in ein fremdes Land zu fahren. Ist das Hotel schön? Werden wir es auf Anhieb finden? Wie wird der Urlaub werden? Hunderte von Fragen schossen mir durch den Kopf. Nach einer halben Stunde Pause fuhren wir dann wieder weiter und um 8:53 Uhr passierten wir die österreichisch-italienische Grenze. Na ja, dann ging es mit der Autobahn weiter. Zuerst waren Berge um uns herum und dann auch noch Gewässer. Vermutungen nach, war das das Meer. Irgendwann kamen wir dann nach "Padova Est", wo wir abfahren sollten. Bei der Ausfahrt war ein riesiges KIKA-Gebäude und ich meinte zu meiner leicht gestressten Mutter, dass wir da nach rechts abbiegen müssen. Aber meine Mama meinte nur, dass sie sich nun konzentrieren müsse. Na gut, wir sind dann auch rechts abgebogen und dann noch mal rechts, bis wir bei der STRA´ waren. Dann fuhren und fuhren wir und meine Mama wurde schon hibbelig, da nirgends unser Hotel in Sicht war. Ich meinte zwar, dass wir noch weiter geradeaus müssen, da auf dem Plan, den wir uns im Internet ausgedruckt hatten, etwas von 10 km stand, aber meine Mama wollte mir nicht so Recht glauben. Tja, so sind Mütter eben…
Sie meinte dann leicht genervt, dass sie nun rechts ranfahren würde, damit wir irgendwem nach den Weg fragen könnten. Gut, sie fuhr mit dem Auto also auf den Straßenrand, wo sich ein Radweg befand und wir stiegen aus. Mittlerweile war es schon Vormittag und es war angenehm warm. Wir warteten etwas und dann kamen auch schon zwei ältere Radfahrer. Diese fragte ich in meinem besten Englisch, wo das "Hotel Paradiso" sei. Die Radfahrerin antwortete in Italienisch irgendwas mit "Dritto… a destra… un po…." Da war mir plötzlich klar, dass ich gar kein Italienisch kann. Aber die paar Wörtchen die ich verstand, führten uns doch ans Ziel. Ok, das Hotel hätten wir auch so gefunden, da es nur 50 m von uns entfernt war. Tja, also DA war es nun… unser Hotel für die nächste Woche. Ein graues, altes und unscheinbares Haus. Im Erdgeschoss waren Schaufenster von geschlossenen Geschäften und um 1. und 2. Stock waren kleine Balkone. Der Eingang sah auch nicht sehr verlockend aus und war alles andere als modern.

Ok, wir gingen also hinein, denn etwas anderes wäre uns ja nicht übrig geblieben. Im Erdgeschoss dieses Hotels war allerdings nichts, also marschierten wir in den 1. Stock, wo sich die Rezeption befand. Wir schauten ratlos auf die nicht besetzte Rezeption, da kam auch schon eine kleine dunkelhaarige Italienerin angelaufen. Meine Mama gab ihr die Buchungsbestätigung und die Italienerin, die ich "Mamma" taufte, führte uns in ein Zimmer im 2. Stock. Dann fragte sie mich, ob ich Italienisch verstehe und ich sagte besten Gewissens "Un po", also ein bisschen. Gut, dass sich das als Fehler herausstellen würde, konnte ich in diesem Moment noch nicht ahnen…



Sie erklärte mir dann, wie die Klimaanlage funktioniert und da war ich mir sicher, dass ich das nicht mal in Deutsch verstanden hätte. Ich antwortete dann einfach auf alles "Si", weil ich mir dachte, da kann man nicht viel Falsches machen… Wir sind dann wieder zum Auto gegangen und haben unser Gepäck ausgeladen. Ich nahm die schwere Badetasche, den Strandkorb und unsere Säckchen. Meine Mama nahm den Koffer und ihre Handtasche. Als wir bei der Hälfte der Stiege angelangt waren und ich aus dem Schnaufen nicht mehr rauskam, kam "Mamma" und nahm meiner Mama den Koffer ab und ich durfte mich abschleppen. Molto grazie! Dann räumten wir den Koffer aus und beschlossen, Mittagessen zu gehen. Also verließen wir das Hotel und gingen durch die Ortschaft in der wir einstweilen wohnten. Ja, da war die Stimmung am Höhepunkt! Alles war wie ausgestorben. Es gab weder ein offenes Lokal, noch gab es überhaupt ein Lokal. Zwar hatten wir nicht allzu großen Hunger, doch wussten wir nicht, wie lange unser Sättigungsgefühl noch anhalten würde. Also setzten wir uns ins Auto und fuhren die Straße STRA` entlang. Wir fuhren und fuhren und fuhren und kamen eigentlich nirgends an. Zwischendurch warfen wir uns fragende Blicke zu, aber ich meinte zu Mama, sie solle einfach weiter fahren, denn alle Wege führen nach Rom. Haha, wir hätten dumm geschaut, wenn wir plötzlich in Rom gewesen wären. Wenigstens hätten wir in Rom was zum Essen bekommen, denn auch in der Ortschaft wo wir nach langem Fahren gelandet waren, gab es kein offenes Lokal. Egal, wir blieben trotzdem stehen und stiegen aus. Wir marschierten eine Runde durch die verlassene Ortschaft und dann setzten wir uns wieder in unser Auto und fuhren weiter. Und dann sahen wir ES! Ein Schild, wo auf eine Pizzeria hingedeutet wurde. Voller Hoffnung fuhren wir in die vom Schild beschriebene Richtung und da war SIE… eine geschlossene Pizzeria. Mit meinen letzten Fünkchen Hoffnung stieg ich aus dem Auto und rüttelte vergebens an der geschlossenen Eingangstüre. Nachdem ich die Türe durch mein Gerüttel nicht aushängen wollte, stieg ich wieder zu meiner nicht mehr ganz so gut gelaunten Mama ins Auto und wir fuhren weiter.

Da kam auch schon die nächste Ortschaft und wir suchten einen Parkplatz und gingen durch die menschenleeren Straßen. Da sahen wir ein kleines Bistro, in das wir natürlich sofort gingen. Es sah zwar nicht danach aus, dass wir dort was zu Essen bekommen würden, aber wir glaubten noch an das gute in Italien. Als wir das Bistro betraten, war auch eine kleine Auslage zu sehen, wo drei einsame Tramezzini lagen, die uns vertrocknet und sehnsüchtig anschauten und riefen: "Esst uns, bevor wir vollständig verwesen…" Meine Mama und ich warfen uns einen vielsagenden Blick zu und meinten dann zu der Verkäuferin, die, wie sich später herausstellte, alle anderen Italiener weder Deutsch noch Englisch beherrschte. Mit vielen Gesten machten wir ihr klar, dass wir hungrig seien und sie zeigte erwartungsvoll auf die Auslage mit dem vor sich hinvegetierenden Tramezzini. Ne, das konnten wir nicht machen, wir konnten doch nicht diese armen Bakterienkulturen verspeisen, nein, das hätten wir nicht übers Herz gebracht, also wollte ich fragen, was sie denn noch für Speisen anzubieten hätten. Diesen Satz, hatten wir immerhin erst kurz vor den Sommerferien im Italienisch-Unterricht gelernt. Ich suchte also mein gesamtes Gehirn nach diesem einfachen Satz ab, aber mein Gehirn rückte einfach nicht mit den Informationen raus. Während mein Gehirn so vor sich hinratterte und alle gesammelten Italienisch-Informationen durchsuchte, aber auf nichts Brauchbares stieß, hatte meine Mama der Kellnerin mit Händen und Füßen klar gemacht, dass wir keine Lust auf Tramezzini hätten und ob sie nicht etwas Anderes (und vor allem frischeres) hätten. Die Kellnerin meinte dann etwas von "Salata…tonno…mozarella…" Und wir meinten, wir bekommen zwei von diesen Mischungen. Wir setzen uns also in einen kleinen Raum, der gleich rechts neben der Theke war. Allerdings waren wir zu unserem großen Erstaunen nicht alleine. An dem ersten Tisch saßen zwei Italiener mittleren Alters und begutachteten uns, als wären wir sprechende Zwergpinscher. Egal, wir sagten höflich "Buongiorno" und setzen uns an den Nebentisch. Wir bestellten dann noch zwei Cola und die Kellnerin meinte wir sollen aufstehen. Allerdings verstanden wir das nicht und so nahm sie die Colas wieder und trug sie weg. Mein erster Gedanke war: "Entweder bin ich nun verrückt oder sie." Aber nein, sie nahm die Colas und stellte sie auf einen gedeckten Tisch in einen Nebenraum. Nach kurzer Zeit kamen dann zwei riesige Schüsseln mit unserem Thunfischsalat, der auch wirklich gut schmeckte. Nach dem Essen meinte Mama, wie ich es bis jetzt so finden würde. Ich meinte dann wahrheitsgemäß, dass es ja bis jetzt ganz ok gelaufen sei. Meine Mama meinte, dass es gut sei, dass Papa nicht mit ist, da er sofort umgekehrt wäre, wenn das alles so begonnen hätte. Ich meinte, dem würde jetzt schon der Kopf rauchen, aber in diesem Moment fiel mein Blick auf das "Non fumare"-Schild in dem Lokal und meinte dann zu Mama, dass das aber sehr teuer für uns geworden wäre… In Italien ist es ja verboten, in Lokalen zu rauchen.

Über viele Unwege kehrten wir dann wieder ins Hotel zurück und Mama wollte unser Handy aufladen. Sie hielt also das Akku-Gerät des Handys in der Hand und rannte suchend durch Zimmer. Dann fragte sie mich, wo denn hier eine Steckdose sei. Grinsend antwortete ich, dass ich es mal mit dieser hier versuchen würde und deutete auf eine Steckdose, die aber nicht so aussah, als würde sie sich gerne mit unserem Stecker vereinigen. Na ja, Mama versuchte guter Hoffnung trotzdem den Stecker in die Steckdose zu quetschen, aber es gelang ihr natürlich nicht und einen Adapter hatten wir auch nicht mit. Meine Mama meinte dann, dass sich so ein Adapter sicher irgendwo auftreiben liese, ich allerdings dachte da nicht im Geringsten daran, dass hier irgendwo ein geöffnetes Geschäft sei. Außerdem war es Sonntag und da hatten sowieso keine Geschäfte offen. Egal, meine Mama wollte dann von "Noventa Padovana", wo wir waren nach Padovana (Padua) fahren. Wir stiegen also wieder ins Auto und fuhren diesmal in die andere Richtung. Ich hatte wieder einen ausgedruckten Plan in der Hand und war mir sicher, dass wir in die falsche Richtung fuhren, aber ich dachte mir, ich sag mal nichts, die Frau glaubt es mir ja eh nicht. Also, fuhren wir fröhlich drauf los und hielten bei einem GEÖFFNETEN RESTAURANT an, um nach den Weg zu fragen. Wie zu erwarten konnte auch diese Frau weder Englisch noch Deutsch. Allerdings zeichnete sie uns den Weg auf ein Blatt Papier und beschrieb und den Weg auch noch in Italienisch. Teilweise verstand ich es und wir setzen uns ins Auto und folgten dem skizzierten Plan der Frau. Wir fuhren über eine Brücke, wir fuhren über Kreuzungen, wir fuhren über Ampeln und wir stellten fest, dass wir in die falsche Richtung gefahren waren. Also, das ganze wieder zurück… Irgendwann sahen wir ein Schild, auf dem "Padovana" stand. Was machten wir also? Richtig, wir folgten diesem Schild und waren nach wenigen Minuten in der City of Padua. Ja, es war schon wundervoll, hier gab es Menschen und vor allem Autos… viele Autos… viel Verkehr und keine Verkehrsregeln. Wir fuhren dann in eine Seitenstraße und hielten an einem einsamen und verlassenen Parkplatz. Dieser Parkplatz war vor einem großen Gebäude, das stark an ein Flüchtlingsheim erinnerte und die Menschen die dort herumschlichen, kannte ich aus Kriminalfilmen. Wir also raus aus dem Auto, das Auto absperren, eine Runde auf den Parkplatz gehen und dann wieder rein ins Auto um möglichst schnell von diesem unheimlichen Ort wegzukommen. Wir fuhren dann ein Stück weiter und hielten an einem Parkplatz, den man von der Hauptstraße gut sehen konnte, so mussten wir wenigstens keine Angst um unser Auto haben. Wir stiegen also aus dem Auto aus und blickten uns ratlos um. Zwar gab es hier einige Geschäfte unter anderem auch einen Media Markt, allerdings waren diese geschlossen, da ja Sonntag war. Wir gingen die Straße entlang und beschlossen dann, doch wieder zu unserem Hotel zurückzukehren, allerdings wussten wir nicht in welche Richtung wir mussten. Also gingen wir zu Einheimischen und fragten wo das „Hotel Paradiso“ sei. Zwar hatten die Einheimischen den Willen uns zu helfen, allerdings konnten sie uns den Weg nicht auf Englisch erklären und in Italienisch verstanden wir es nicht.

Egal, wir setzten und also wieder ins Auto und fuhren vom Parkplatz über die erste Spur der Straße auf die dritte. Dann rasten wir über eine Kreuzung, bremsten und bogen nach rechts ab. Zwar wäre uns fast einer hineingefahren, aber wir mussten uns doch an den Fahrstil der Italiener anpassen. Beim Nachhausefahren entdeckte ich ein Geschäft, dass wie ein METRO aussah und ich meinte zu meiner Mama, dass wir uns hier etwas zum Essen kaufen könnten. Meine Mama meinte, dass es keine schlechte Idee sei und wir bogen zum Parkplatz des vermeintlichen METROS ein. Der Parkplatz war zwar so gut wie leer, aber bei den Öffnungszeiten stand, dass dieses Geschäft auch sonntags geöffnet hat. Allerdings mussten wir noch gut 30 Minuten warten. Ich meinte wir könnten doch auf dem Parkplatz warten, aber meine Mama beschloss zu unserem Hotel zurückzufahren. Also standen wir am Parkplatz vor unserem Hotel und überlegten ob wir aussteigen sollten. Ich hatte wirklich null Bock die zwei Stockwerke zu unserem Zimmer zu gehen und auch meine Mama hatte wenig Lust und so blieben wir die 30 Minuten im Auto sitzen. Dann fuhren wir wieder zurück zu diesem „Mercato“, der inzwischen schon geöffnet hatte. Allerdings stellten wir beim Betreten des Geschäftes fest, dass es gar kein Lebensmittelgeschäft war, sondern ein Möbelgeschäft. Jetzt wo wir aber schon hier waren, betraten wir es trotzdem und hatten große Hoffnung einen Adapter zu finden.

Wir gingen also in die Elektro-Abteilung und schauten uns um, allerdings fanden wir einfach keinen Adapter. Dann kam meine Mama auf die Idee einen Verkäufer zu fragen. Allerdings wussten wir nicht, wie wir uns am besten verständigen konnten. Dann kam meine Mama auf die Idee einen Stabmixer zu nehmen, den Stecker des Mixers einen Verkäufer zu zeigen und zu sagen: „Hello! We come from Austria. Have you an ädäääpta?“ Der Verkäufer schaute uns kurz an und dann meinte er: „Yes, you need an adapter… follow me!“ Dann folgten wir ihm und er führte uns zu den Adaptern. Ich wollte schon nach einem Adapter um 6 Euro greifen, als er uns einen billigeren in die Hand drückte. Dann gingen wir zur Kassa und zahlten. Schließlich fuhren wir zu unserem Hotel zurück. Nachdem es nun schon später Nachmittag war und es auch ziemlich heiß war, entschieden wir uns duschen zu gehen und nachher noch die Ortschaft zu erkunden.

Perfekt gestylt schlenderten wir durch die Ortschaft und da sahen wir ein geöffnetes Lokal. Was für ein Wunder! Und dann trug es auch noch den schönen Namen „Aperto“. Was ich meiner Mama zu diesem Zeitpunkt nicht sagte, war, dass „aperto“ auf Deutsch übersetzt „geöffnet“ bedeutet. Auf alle Fälle waren wir froh, dass wir ein geöffnetes Lokal gefunden hatten und setzten uns auf einen kleinen Tisch im „Garten“ (also auf der Straße) des Lokales. Das Lokal war ein kleines Kaffeehaus und ich aß ein super-mega-leckeres Eis. Das beste Eis, das ich jemals gegessen habe! Nachdem ich mein Eis aufgeschleckt hatte, gingen wir zurück ins Hotel, wo wir uns aufs Bett setzten und begannen Karten zu spielen. Gegen 23:00 Uhr schlief meine Mama dann ein und ich beschloss den Fernseher, denn wir im Zimmer stehen hatten, einzuschalten. Nach langem Suchen, hatte ich dann auch endlich einen deutschen Sender gefunden. Und he, heute musste mein Glückstag sein, denn es spielte einen Film, wo es um Schwule ging. Voller Faszination saß ich gebannt bis kurz nach Mitternacht vor dem Fernseher, eher ich versuchte einzuschlafen. Vor dem Einschlafen aktivierte ich allerdings noch die Klimaanlage und legte mich dann ins Bett. Da fiel mein Blick auf den Boden und ich musste feststellen, dass er leuchtete. Ja, unter dem Bett leuchtete der Boden! Ich dachte schon ich sei irre, schlief dann aber trotzdem ein. Kurze Zeit später war ich allerdings schon wieder munter, da mir extrem heiß war. Als mein Blick auf die Klimaanlage fiel, wurde mir auch klar, warum. Die Klimaanlage hatte sich ohne meinen Willen selbstständig deaktiviert. Also stand ich auf und aktivierte dieses Miststück wieder. Gerne hätte ich auch auf meine Uhr geblickt, aber es war stockdunkel im Raum. Ich schlich mich also ins Badezimmer und schaltete dort das Licht an, um auf meine Uhr zu schauen. Was ich da sah, schockierte mich allerdings. Es waren seit meinem Schlafengehen noch nicht mal 40 Minuten vergangen. Es wurde für mich eine schlaflose Nacht und gerade als ich so halbwegs gut eingeschlafen hatte, wurde ich auch schon um 8:00 Uhr geweckt. Wir gingen in den 1. Stock zum Speisesaal, wo wir allerdings die einzigen Gäste waren. Ich hatte nicht wirklich Hunger, darum beschloss ich nur ein orangensaftähnliches Getränk zu trinken. Meine Mama nahm sich ein Croissant das sie liebevoll „Breselfetzen“ nannte, da es komplett zerbröselte und trank einen Capuccino.

Dann fragten wir „Mamma“, die uns auch das Frühstück gemacht hatte, ob es heute ratsam wäre nach Venedig zu fahren, da es in der Nacht ein Gewitter gegeben hatte und es noch immer sehr regnerisch aussah. „Mamma“ meinte, dass es kein Problem sei und dass wir einfach nur zum Hauptplatz gehen müssten und von dort aus ein Autobus direkt nach Venedig fährt. Meine Mama und ich gingen wieder aufs Zimmer und packten unseren Rucksack, in dem wir auch das ganze Geld, die Kreditkarte, den Reisepass,… hatten. Eigentlich wollten wir diese Sachen in einen Safe geben, aber in unserem Hotel gab es keinen und im Zimmer wollte meine Mama die Sachen auch nicht lassen, da vor unserem Fenster ein Flachdach war und man ohne Probleme in unser Zimmer hätte kommen können. Also machten wir uns mit unserem ganzen Hab und Gut auf den Weg nach Venedig. Nach kurzem Warten kam auch schon der Autobus. Wir stiegen ein und setzen uns auf freie Plätze direkt hinter den Busfahrer. Meine Mama meinte zu mir, ob wir nicht Tickets lösen sollten. Ich blickte fragend durch den Bus und meinte dann zu meiner Mama, dass es so aussehe als ob niemand Tickets hätte. Außerdem war ein Feiertag und in Österreich muss man an Feiertagen bei öffentlichen Verkehrsmitteln auch keine Fahrscheine lösen. Also blieben wir fahrscheinlos im Bus sitzen. An der nächsten Haltestelle stiegen allerdings einige Leute ein und diese lösten auch ihren Fahrschein. Also gingen wir zum Busfahrer und fragten ihn, ob wir ein Ticket bräuchten. Er zeigte nur auf unsere Plätze und meinte wir sollten uns wieder setzen. Bei der nächsten Haltestelle blieb er stehen und stieg mit uns aus dem Bus aus und zeigte auf ein Geschäft, wo „Tickets“ stand. Wir eilten über die Straße und kauften uns Tickets. In der Zwischenzeit wartete der Busfahrer die ganze Zeit auf uns und dann fuhren wir weiter nach Venedig. Nach einer einstündigen Fahrt kamen wir in Venedig an. Zuerst standen wir ratlos umher und dann entschlossen wir uns, der Mehrheit zu folgen. Wir gingen über zwei Brücken und dann kauften wir uns einen Stadtplan von Venedig. Meine Mama meinte dann, wir sollten mit einem Vaporetto (öffentliches Boot) zum Markusplatz fahren. Ich war einverstanden und so stiegen wir in ein Vaporetto ein und fuhren los. Nach einer zirka 20-minütigen Fahrt am „Canale Grande“ legten wir am Markusplatz an. Ich war sofort Feuer und Flamme für die süßen Tauben, die dort in Scharren herumflatterten. Wir kauften bei einem Ständchen um 1 € Maiskörner, die man an die Tauben verfüttern konnte und kaum hatte ich das Säckchen mit den Maiskörnern aufgemacht, flatterten auch schon die ersten Tauben auf meine Arme. Meine Mama bekam bei den Taubenscharren Panikattacken und weigerte sich, die Tauben zu füttern. Nach kurzer Zeit hatte ich sie allerdings dazu gebracht, ein bisschen Mais in ihre Handfläche zu geben und schon flatterten die Tauben zu meiner Mama und machten es sich auf ihr bequem. Nachdem wir die ganzen Maiskörner verfüttert hatten, machten wir uns auf die Suche nach der Rialto-Brücke. Wir irrten durch schmale Seitengassen, in denen es nach Urin stank und folgten den Pfeilen auf denen „Rialto“ stand. In den engen Seitenstraßen waren immer wieder kleine Geschäft, wo es die typischen venezianischen Masken gab. Schließlich kamen wir an der Rialto-Brücke an. Woraufhin meine Mama enttäuscht fragte: „Das ist sie?!“ Ja, das war sie. Eine mittelgroße Brücke auf der links und rechts Geschäfte waren.



Wir gingen dann über die Brücke und warfen einen Blick auf den „Canale Grande“. Schließlich wurden wir hungrig und nachdem unser „guter Freund“ Sigi uns gesagt hatte, dass Trattorias günstiger wären, machten wir uns auf die Suche nach einer Trattoria. Wir irrten wie zwei Verwirrte durch die Straßen und Gassen von Venedig, wurden aber nicht fündig. Schließlich war unser Hunger schon so groß, dass wir beschlossen in ein Restaurant einzukehren. Wir setzten uns also an einen freien Tisch und wollten bestellen, als ein Kellner kam und meinte, wir sollten bzw. müssen aufstehen. Also standen wir auf und der Kellner führte uns in den 1. Stock an einen engen und vor allem ungemütlichen Platz. Wir bestellten zwei Colas und zwei Thunfischpizzen. Nach kurzer Zeit kam ein Kellner mit zwei Coladosen und stellte sie uns auf den Tisch, dann stellte er freundlicherweise auch noch zwei Gläser dazu und wir schenkten uns ein. Kurze Zeit später kamen auch unsere zwei Pizzen. Voller Freunde begannen wir die erste italienische Pizza zu essen, doch schon nach dem zweiten Bissen stellten wir fest, dass sie matschig und überhaupt nach nichts schmeckte. Nachdem wir aber schon total hungrig waren, aßen wir unsere Pizzen auf. Schließlich wollten wir bezahlen und dann kam auch schon die Rechnung über 32 €. Trinkgeld gaben wir keines, da sich die Italiener das selbst dazurechnen. Meine Mama und ich gingen schließlich wieder zum Markusplatz und um 15:00 Uhr begann es zu regnen. Wir beratschlagten uns, was wir nun machen könnten und beschlossen dann, mit dem Vaporetto wieder zurück zur Autobushaltestelle zu fahren.
Allerdings, dachten sich das auch noch andere Leute uns so mussten wir ziemlich lange im Regen auf ein Vaporetto warten. Ich musste außerdem aufpassen, dass meiner venezianischen Maske, die ich zuvor noch gekauft hatte, nichts passiert. Schließlich kamen wir an der „Stazione Ferroviaria Santa Lucia“ an und stiegen dann in einen Bus, um zurück zu unserem Hotel zu kommen.

Nachdem wir uns geduscht hatten gingen wir wieder zum „Aperto“ (wie das Lokal nun nach Mamas Meinung hieß) Eis bzw. eine Mehlspeise essen. Danach spielten Mama und ich noch bis spät in die Nacht Karten und dann schliefen wir übermüdet ein. In dieser Nacht schlief ich wesentlich besser als in der ersten.

Am nächsten Morgen weckte mich Mama wieder um 8:00 Uhr und wir gingen frühstücken. Danach machten wir uns auf den Weg zum Hauptplatz. Diesmal war Dienstag und es war kein Feiertag mehr, so hatte wenigstens die Trafik des Ortes offen. Die anderen Geschäfte waren ja alle „Chiuso per ferie“, also geschlossen. Mama und ich gingen also in die Trafik, in der Hoffnung ein Busticket kaufen zu können. Und wirklich, es gab welche. Wir kauften uns Tickets und warteten auf den Bus. Dann fuhren wir wieder zur „Stazione Ferroviaria Santa Lucia“ und fuhren mit einem Vaporetto zum Markusplatz. Dort erkundigten wir uns, wann ein Vaporetto nach Murano geht und dann fuhren wir nach Murano. Dort begutachteten wir die Bauwerke und gingen dann in ein Museum, wo „Murano Glas“ ausgestellt war. Schließlich schauten wir in die Geschäfte, die alle „Murano Glas“ verkauften und erstanden Souvenirs. Danach wurden wir hungrig und wir suchten nach einer Trattoria, die wir aber wie am Vortag nicht faden. So setzten wir uns in ein Restaurant, direkt am Kanal. Vorher warfen wir noch einen Blick auf die Speisekarte, die ausgehangen war und Mama und ich entschieden uns für Spaghetti. Dann nahmen wir Platz und kurze Zeit später kam der Kellner mit Speisekarten in der Hand. Wir lehnten die Speisekarten höflich ab und meinten, dass wir schon wüssten, was wir bekommen, woraufhin der Kellner in einem leicht angepissten Ton zu uns sagte: „Wait, wait! No fast food!“ Meine Mama meinte dann zu mir, dass das ein Trottel sei. Gut, dass hier keiner Deutsch sprach. Kurze Zeit später kam der Kellner wieder und meinte zu uns: „Sie wollten Spaghetti, oder?!“ Ach, wie schön, ER konnte Deutsch. Nach einiger Zeit kamen unsere Spaghetti und unsere zwei Dosen Cola. Diesmal wurde uns aber sogar das Cola aus der Dose in das Glas eingeschenkt. Die Spaghetti schmeckten auch richtig lecker. Mir zumindest schmeckten sie, meine Mama fand sie viel zu hart und deshalb aß sie auch nicht auf.

Nachdem das Essen abgeräumt war, kamen 10 Gäste und unser Tisch wurde benötigt. Allerdings hatten wir noch nicht unser Cola ausgetrunken, aber der Kellner wollte, dass wir unbedingt aufstehen und kam zu unseren Tisch und klopfte ungeduldig auf die Tischplatte. Wir tranken also unser Cola aus und bezahlten die Rechnung von 23 € und gingen dann. Wir kauften dann in Murano noch Ansichtskarten und die letzten Souvenirs und dann fuhren wir wieder zurück zum Markusplatz. Dort wollte ich dann wieder Tauben füttern und so fütterte ich zum 4 x in der Woche meine Täubchen. Dann fuhren wir mit dem Vaporetto zurück zur „Stazione Ferroviaria Santa Lucia“ und fuhren mit dem Bus zurück nach „Noventa Padovana“ zu unserem Hotel. Dort gingen wir duschen und schließlich wieder zu unserem „Aperto“ eine Mehlspeise essen. Nachdem wir von unserem Abend essen wieder zurück im Hotel waren, spielten meine Mama und ich noch etwas Jolly und dann gingen wir schlafen. Ich wollte mir zwar in PRO 7 „Sarah & Marc in love“ anschauen, aber wir hatten leider nur SAT 1. Diese Nacht wurde genauso mühsam wie die erste, da mir extrem heiß war, da sich schon wieder die Klimaanlage automatisch deaktiviert hatte. Meine Mama, die neben der Klimaanlage lag, war aber zu faul sie wieder zu aktivieren, also musste ich armes Carmchen aufstehen und sie wieder einschalten.

Der nächste Morgen verlief wie die vorigen. Wir standen um 8:00 Uhr auf und gingen dann gut gelaunt zum Frühstück. Diesmal machte aber nicht „Mamma“ das Frühstück sondern ein Mann mittleren Alters. Meine Mama bestellte diesmal keinen Capuccino, sondern einen Caffee, der wie sich später herausstellte ein fingerhutgroßes Heferl mit schwarzem Kaffee war. Meine Mama fand, den Kaffee ekelhaft, aber das war nun ihr Kaffee. Heute wollten wir nach Bologna fahren… *muhaha* Ja, Bologna ist schon was Besonderes, da dort MEIN Angelo studiert und gelebt hat. Nach dem Frühstück setzten wir uns also in unser Auto, was die Italiener noch immer nicht gestohlen hatten, obwohl alle meinten, wir müssen darauf gut aufpassen, damit es nicht gestohlen wird. Also fuhren wir los und suchten die Autobahnauffahrt Richtung Bologna. Wir fanden die Auffahrt auch ziemlich schnell und das wahrscheinlich nur, wegen meines hervorragenden Orientierungssinnes. Nach 1 Stunde und 10 Minuten kamen wir dann zur Autobahnabfahrt Bologna. Wir fuhren dort also ab und landeten mitten im Verkehr. Nun waren wir am Stadtrand von Bologna und überlegten, ob wir mit dem Auto in die Innenstadt fahren sollten. Wir beschlossen aber, dass es besser wäre, unser Auto am Stadtrand stehen zu lassen und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in die Innenstadt zu fahren. Wir suchten also einen Parkplatz und fanden dann auch einen, allerdings war das eine Kurzparkzone, wo man nur 30 Minuten halten durfte und so suchten wir weiter. Wir näherten uns immer mehr der Innenstadt, wo es aber immer weniger Parkplätze, dafür mehr Verkehr gab und so beschlossen wir, kehrt zu machen. Nach langem Suchen, bogen wir in eine Seitenstraße ein und fanden dort dann auch einen Parkplatz. Dann suchten wir eine Trafik, wo wir uns Bustickets kauften und warteten auf einen Bus, der in die Innenstadt führte. Nach kurzer Zeit kam dann auch schon der Bus und wir landeten in Bologna City.



Dort fielen uns als erste zwei große Türme auf. Einer der beiden Türme war schief und ich meinte scherzhaft, dass wir nicht mal nach Pisa fahren müssen, wenn wir einen schiefen Turm sehen wollen. Wir gingen dann näher zu den Türmen und auf dem geraden Turm, mit einer Höhe von 97,20 m, konnte man hinaufgehen. Meine Mama fragte, ob ich Lust dazu hätte, aber erstens war es mir mit 34 °C zu heiß um da so viele Treppen hoch zu steigen und außerdem sah ich keinen Sinn darin, da hochzuklettern und womöglich noch einen Schwindelanfall zu bekommen. Wir gingen dann zu einem Straßenhändler, der Zeitungen und Stadtpläne verkaufte und kauften uns einen Stadtplan von Bologna. Dann machten wir uns auf die Suche nach der Universität, denn ich wollte natürlich ganz genau wissen, WO Angelo studiert hatte. Wir marschierten also unter den Arkaden durch und gingen einen Weg, der an einem großen Gebäude entlang führte. Dann schauten wir uns um, wo die Universität sein könnte und gingen ziemlich weit. Schließlich hatten wir das riesengroße Gebäude schon hinter uns gelassen und ich wurde den Verdacht nicht los, dass DAS die Uni war.

Wir gingen dann aber trotzdem weiter und kamen dann in eine Sackgasse, wir machten also wieder kehrt und kamen an einem Denkmal vorbei. Dann überquerten wir einige Straßen und Kreuzungen und plötzlich standen wir wieder vor dem großen Gebäude, nur diesmal auf der anderen Straßenseite. Wir wechselten die Straßenseite und standen vor einer verschlossenen Eingangstüre. Allerdings gab es mehrer Eingangstüren. Über jeder Eingangstüre hing eine Tafel auf der irgendwas in Italienisch stand. Nun waren wir uns eigentlich schon ziemlich sicher, dass dies die Universität von Bologna sei. Als dann ein junges Pärchen auf einem Mofa an uns vorbeifuhr und dann stehen blieb, fragte ich in meinem besten Englisch (auf Italienisch hatte ich inzwischen vollkommen geschissen), ob dies die Uni sei. Die beiden grinsten und meinten: „Yes, this whole street is the university“. Gut, wenigstens waren wir uns nun sicher, dass wir nicht rund um das falsche Gebäude gegangen waren. Nun musste ich nur noch die Eingangstüre für „Theaterwissenschaft“ finden. Das war dann allerdings nicht mehr so schwer und ich berührte die Türschnalle, die Angelo vor vielen, vielen Jahren auch schon mal in der Hand gehabt hatte… *muhaha* Meine Mama machte dann noch ein Beweisfoto und wir gingen weiter. Dann fanden wir eine Haupteingangstüre, die sogar geöffnet war und wir gingen hinein. Im Inneren des Gebäudes schauten wir uns ein wenig um und ich nahm mir Broschüren von der Uni mit. Man weiß ja nie, ob man dort nicht vielleicht auch mal studieren möchte. ;-) Mittlerweile, war es Mittag geworden und wir machten uns wieder auf die Suche nach einer Trattoria. Tja, die Suche war vergeblich, aber wir fanden einen McDonald. Wie schön war es doch, ein bekanntes Geschäft zu sehen. Natürlich setzen wir uns hinein und bestellten und einem McChicken, Pommes und ein Cola. Endlich hatten wir etwas Anständiges zum Essen. Nachdem wir wieder gestärkt waren, beschlossen wir uns Bologna genauer anzusehen. Wir gingen dann ein bisschen herum und kamen zu einem kleinen Park. Ach, das war ein romantisches Parkchen und ich war mir ganz sicher, dass Angelo hier mit Hape sicher auch oft gewesen ist. Wir gingen dann wieder zu den zwei Türmen und von dort aus weiter zum Neptunbrunnen, so ersparten wir uns nicht nur eine Reise nach Pisa, um die schiefen Türme zu besichtigen, nein wir ersparten uns auch eine Reise nach Rom zum Trevi-Brunnen. ;-)

Dann marschierten wir weiter und kamen auf einen großen Platz, wo eine Art Kirche stand. Dort setzen wir uns auf die Stufen und beobachteten das Treiben auf dem Platz vor uns. Dort ging eine junge Frau und ein Mann mit einem Hund. Der Hund hing allerdings nicht an der Leine, obwohl es Pflicht ist. Ein paar Minuten später, kam die Polizei und hielt das junge Pärchen mit dem Hund auf. Nach einer mindestens 15-minütigen Diskussion, band die Frau den Hund ein Plastiksackerl am Halsband fest, da sie keine Leine mithatten. Der Mann ging in der Zwischenzeit zu einem Bankomat, um Geld für die Strafe abzuheben. Nach einiger Zeit kam er wieder zurück und bezahlte. Die Frau rannte mit dem Hund am Plastiksackerl über den menschenleeren Platz und fluchte vor sich hin. Dann nahm sie den Strafzettel und warf ihn am Boden und dann schmiss sie auch noch die professorische Hundeleine weg. Ich hätte ja so gelacht, wenn sie für das Wegwerfen des Strafzettels auch noch was bezahlen hätte müssen. Ihr Freund rannte hinter der wahnsinnig gewordenen Frau, die nun so laut brüllte und tobte, dass man sie über den ganzen Platz hören konnte und nahm den Hund an die "Leine". Meine Mama und ich waren natürlich neugierig und hoben im vorbeigehen den gelben Strafzettel auf. Der Betrag, denn die Hundebesitzer hatten bezahlen müssen, waren 34,33 €. Sehr schöner Betrag… Ich nahm dann den Strafzettel und warf ihn in den nächsten Papierkorb. Dann gingen wir noch ein bisschen durch Bolognas-Einkaufsstraße und dann entschlossen wir, mit dem Bus zurück zu unserem Auto zu fahren.

Nun ging die Suche nach einer Bushaltestelle los. Wir gingen zu dem Platz, wo wir ausgestiegen waren, allerdings war dort keine richtige Haltestelle und wir wussten nicht, ob dort ein Bus stehen bleiben würde, der in die richtige Richtung fährt. Wir suchten mindestens eine Stunde nach einer Bushaltestelle, doch wir fanden einfach keine. Schließlich fragte ich, wo es denn eine Bushaltestelle gibt, aber die Leute sprachen natürlich weder Englisch noch Deutsch. Nach langer Zeit fanden wir endlich eine Haltestelle und kurze Zeit später kam auch schon ein Bus. Wir fuhren mit dem Bus bis zu einer Brücke, die mir verdammt bekannt vorkam und ich meinte zu meiner Mama, dass wir hier aussteigen müssen. Wir stiegen also aus und ich stellte fest, dass mir das nur so bekannt vorgekommen war, da wir vorhin mit dem Auto einen Parkplatz gesucht hatten, aber nachdem wir keinen gefunden hatten waren wir ja wieder umgekehrt. Meine Mama und ich waren also einige Stationen zu früh ausgestiegen. Ich meinte, dass es aber nicht mehr so weit zu unserem Auto wäre und so beschlossen wir, zu Fuß weiter zu gehen. Also gingen wir unter der Brücke durch und marschierten gut 10 Minuten, doch plötzlich war der Gehweg zu Ende und wir standen an einer Kreuzung. Wir wechselten die Straßenseite und plötzlich waren wir auf der Autobahnauffahrt, allerdings ohne Auto. Gut, wir beeilten und also, dass wir möglichst schnell von dort wegkamen und nach einem langen Fußmarsch hatten wir endlich unser Auto erreicht. Wir setzten uns ins heiße Auto und fuhren dann auf die Autobahn, wo wir inzwischen wussten, wo sie war auf. Beim Abfahren wurde es dann allerdings schwierig, da ich zu meiner Mama meinte wir müssen bei dem großen KIKA-Gebäude vorbei, das mir schon bei der Ankunft in Italien ins Auge gestochen war. Wir fuhren dann ab, wo ich es meinte, aber meine Mama wusste nicht mehr wie es weiter ging. Gott sei Dank erinnerte ich mich daran, dass wir uns beim KIKA-Gebäude immer rechts halten mussten. Erschöpft kamen wir um 19:00 Uhr in unserem Hotel an. Nachdem wir uns wieder geduscht hatten, gingen wir wieder zum „Aperto“. Inzwischen war es schon dunkel geworden und es war ziemlich unheimlich in der einsamen Gegend, wo ab und zu nur dunkelhäutige Mafia-Italiener an einem vorbei gingen. In unserem Café saßen diesmal zwei Italiener, eine Italienerin. Nach kurzer Zeit fuhr einer der Italiener mit der Italienerin weg und sie kamen wenige Minuten später mit einer Katze wieder, die sie am Schoß trugen. Nachdem wir wieder im Zimmer waren und Jolly gespielt hatten, gingen wir schlafen.

Nach dem Frühstück am nächsten Tag wollten wir mit dem Auto nach Chioggia fahren. Chioggia war ein Geheimtipp von Papas Arbeitskollegen, der sehr oft in Italien in Urlaub ist und der meinte, dass Chioggia eine schöne, ruhige Stadt ist. Außerdem ist Chioggia nur eine dreiviertel Stunde von unserem Hotel entfernt. Wir mussten nicht mal auf der Autobahn fahren, sondern immer nur auf Bundesstraßen. Wir fuhren also los und schwups waren wir in Padua, wo auf einem kleinen Schild „Chioggia“ stand. Nur leider bemerkten wir das zu spät und fuhren geradeaus weiter. Na gut, wir machten also kehrt und fuhren in die Richtung in der das Schild zeigte. Plötzlich sah ich das KIKA-Gebäude und wusste, dass das nichts Gutes bedeutete, da dort die Autobahnauffahrt war. Und plötzlich waren wir auf der Autobahn, auf die wir gar nicht wollten. Uns blieb also nichts anderes übrig, als auf der Autobahn weiter zu fahren und bei der nächsten Autobahnabfahrt abzufahren. Nach einiger Zeit kam dann die Abfahrt ich meinte zu meiner Mama, dass wir zu Ausfahrt müssen, wo Bargeld am Schild des Schrankens aufgezeichnet war. Aber nein, meine Mama musste ja zu dem Schranken mit dem Telepass fahren, wo aber nur Italiener, die eine spezielle Karte haben, passieren dürfen. Also mussten wir den Rückwertsgang einlegen und zu dem Schranken neben uns fahren. Wir bezahlten dann die Maut-Gebühr und fuhren auf einer Bundesstraße weiter. Allerdings wussten wir nicht, wo wir nun waren. Ich meinte, dass wir wieder auf die Autobahn Richtung Padua auffahren sollten, aber meine Mama meinte, es wäre besser, wenn wir auf der Bundesstraße weiterfahren. Wir fuhren also auf der Bundesstraße weiter und hielten uns an die Schilder, die auf Padua hinwiesen. Irgendwann kam ein Schild mit „Chioggia“ und wir bogen rechts ab. Wir hielten dann an einer Tankstelle, um zu fragen, ob das der richtige Weg nach Chioggia sei. Die Frau an der Tankstelle meinte, dass wir auf dem richtigen Weg seien. Wir fuhren also geradeaus weiter und eine zeitlang ging das auch gut. Doch plötzlich wurden die Autos immer mehr und wir stecken im Stau. Wir dachten, dass es nur ein vorübergehender Stau sei und fuhren im Schritttempo weiter. Die Autos wurden aber immer mehr und mehr und was wir erst später erfuhren war, dass es in der Nähe von Chioggia auch einen Strand gab, an dem die ganzen Leute zum Baden fuhren. Nach drei Stunden kamen wir endlich am Stadtrand von Chioggia an. Wir parkten unser Auto wieder am Stadtrand und machten uns zu Fuß auf den Weg in die Stadt. Allerdings war dies ein ziemlich weiter Fußmarsch und alle Geschäfte, an denen wir vorbei kamen, hatten geschlossen. Irgendwann kamen wir zu einem Busbahnhof, wo wir einen Autobusfahrer fragten, wie weit es denn noch bis Chioggia sei. Der sprach aber auch kein Englisch und kein Deutsch. Er führte uns dann hinein in ein Zimmer, wo ein zweiter Busfahrer saß, der angeblich Englisch konnte. Aber auch dieser konnte kein Englisch, also versuchte ich mich mit meinem besten Italienisch mit ihm zu verständigen, aber auch das brachte nichts. Wir verließen dann das Gebäude und marschierten fröhlich und munter weiter. Irgendwann kamen wir dann an eine Brücke, unter der das Meer floss

Wir überquerten diese und endlich waren wir im bunten Treiben der Stadt. Wir schauten uns ein wenig um und dann entdeckten wir eine Pizzeria. Nachdem wir schon Hunger hatten, setzten wir uns in den Garten der Pizzeria. Wir bestellten zwei Thunfischpizzen und zwei Colas. Nach kurzer Zeit kam die Kellnerin mit zwei Colaflaschen. Zum ersten Mal hatten wir in Italien Flaschen anstatt Dosen bekommen. Dann kamen auch schon zwei riesige Pizzen und wir meinten, wenn wir vorher schon gewusst hätten, wie überdimensional die Pizzen seien, dann hätten wir nur eine einzige bestellt. Wir begannen also unsere Pizzen zu essen, doch schon nach der Hälfte hatten wir genug. Wir tranken unsere Colas aus und riefen dann die Kellnerin herbei um zu bezahlen. Dies war mit 16 € das billigste Essen, was wir in Italien gegessen hatten. Meine Mama meinte zur Kellnerin „Eigteen” und gab ihr einen 20 € - Schein, worauf uns die Kellnerin 12 € zurückgab. Ich schaute nur meine Mama an und meinte dann: „Tja, rechnen muss man halt können.“ Meine Mama wollte der Kellnerin die 10 €, die sie und zuviel gegeben hatte zurückgeben, aber ich meinte, dass wir sie ruhig bescheißen können. Wenn wir schon mal beim Scheißen sind, kann ich ja auch erzählen, dass wir in dem Lokal auch noch aufs WC gegangen sind. Wir gingen also mit einem schlechten Gewissen quer durchs Lokal und gingen Richtung WC. Als wir dann die Türe gefunden hatte, stellten wir fest, dass es nur ein einziges WC gab und dieses auch nicht dem europäischen Standart entsprach. In dem Raum vor uns, war ein Loch in dem Boden eingegossen und links und rechts vom Loch waren zwei Trittflächen für die Füße. Gut, wir mussten wirklich schon dringend aufs WC und so blieb uns ja keine andere Wahl. Meine größte Sorge war ja, dass ich mir meine Hose anpinkelte, was zum Glück aber nicht passierte.

Wir schlenderten dann durch die Stadt und kauften für mich als Souvenir eine kleine Muschel-Schildkröte. Irgendwie war die Ortschaft wie ausgestorben und wir beschlossen durch kleine Seitengässchen zu gehen und die Hinterwelten von Chioggia zu erkunden. Aber auch hier war alles ausgestorben. Schließlich kamen wir zu Häusern, wo die Leute ihre Wäsche von einem zum anderen Fenster gespannt hatten. Das fand ich typisch Italienisch. Ich konnte mir nicht helfen, aber der Anblick der bunten Wäsche, die von einem Haus zum nächsten gespannt war, faszinierte mich und ich musste ein Foto machen. Nachdem ich Fotos gemacht hatte, beschlossen wir wieder auf die Hauptstraße von Chioggia zu gehen und von dort aus mit einem Autobus in die nächste Ortschaft Sottomarina zu fahren. Also gingen wir in ein kleines Geschäftchen und wollten uns ein Autobusticket nach Sottomarina kaufen. Der Besitzer des Geschäftes erklärte uns allerdings, dass die Tickets für Sottomarina ausverkauft seien und er nur noch Tickets nach Lignano hätte. Naja, Lignano war uns dann doch etwas zu weit, außerdem was hätten wir dort ohne Badesachen gemacht? So suchten wir eine Trafik (was sich als ziemlich schwierig erwies) und kauften uns dort eine Fahrkarte. Jetzt mussten wir nur noch eine Bushaltestelle suchen und schon konnte die Reise nach Sottomarina losgehen. Nach längerem Suchen fanden wir dann wirklich eine Haltestelle. Wir stellten uns also in der prahlen Sonne an den Straßenrand und warteten auf einen Bus. Nach einer halben Ewigkeit kam dann endlich ein Bus mit der Aufschrift "Sottomarina". Glücklich wollten wir einsteigen, doch wir mussten feststellen, dass uns der Busfahrer mit dem Zeigefinger und dem Kopf "Nein" deutete und uns trotz der Tickets nicht mitfahren lassen wollte. Auch der nächste Busfahrer lies und nicht mitfahren und ich hatte den Verdacht, dass hier etwas faul sein müsse. Da kam ein netter junger Mann auf uns zu und meinte in Englisch-Italienisch, dass dies keine Einstiegshaltestelle sei, sondern nur zum Aussteigen. Er zeigte uns dann wo wir in einen Bus nach Sottomarina einsteigen könnten und wir bedankten uns bei ihm. Kurze Zeit später kam dann auch schon ein Bus, auf dem allerdings nicht die Aufschrift "Sottomarina" stand, so waren wir uns nicht sicher, ob dieser der richtige Bus sei. Nach langem Überlegen, fragte meine Mama, ob der Bus nach Sottomarina fuhr und als der Buschauffeur bejahte, stiegen wir ein. Etwa acht Minuten später waren wir in Sottomarina. Wir stiegen direkt beim Meer aus. Ein Blick auf den Strand genügte und man merkte, dass hier alles überlaufen war. Trotzdem wollte ich unbedingt ins Meer. Ich dachte mir, wo wir schon hier waren, könnte ich doch auch meine Beine im Meer baden. Allerdings war auch das nicht so einfach, da der Strand eingezäunt war. Alle paar Meter waren Restaurants, die ihren Strandbereich eingezäunt hatten. Wir beschlossen in eines der Restaurants zu gehen, uns ein Cola zu kaufen und dann zum Strand zu gehen. Nachdem wir unser Cola ausgetrunken hatten marschierten wir den Strand entlang und gingen bis zu den Knien ins Wasser, wobei meine Beine aber zu jucken und brennen begannen und ich überall kleine rote Punkte hatte. Tja, ich weiß ja, wieso ich Meerwasser hasse!

Nachdem wir ein großes Stück am Strand gegangen waren, beschlossen wir wieder zurück nach Chioggia zu fahren. Vorher mussten wir allerdings noch eine Haltestelle finden. Diesmal erwies es sich als gar nicht so schwierig, da wir gleich nachfragten. Wir warteten im Schatten auf einen Bus, mit dem wir dann fast bis zu unserem Auto fuhren. Dann stiegen wir in unser Auto und fuhren zu unserem Hotel zurück. Wie jeden Abend gingen wir dann in die kleine Bar unserer Ortschaft ein Eis bzw. eine Mehlspeise essen. An diesem Abend schlief ich von den Strapazen des Tages ziemlich schnell ein.

Ja, an unserem letzten Urlaubstag beschlossen wir, wieder nach Venedig zu fahren. Eigentlich wollten wir nach San Marino fahren, allerdings erschien uns das dann doch zu weit und so beschlossen wir noch ein letztes Mal nach Venedig zu fahren. Wir kannten uns ja schon aus welchen Bus wir nehmen mussten und wohin wir gehörten. In Venedig stiegen wir wieder in ein Vaporetto und fuhren den „Canale Grande" entlang. Dieses Mal allerdings nicht bis zum Markusplatz, sondern wir stiegen zwei Stationen früher aus, um uns das "Guggenheim Museum" anschauen zu können. Naja, meine Kunst war das zwar nicht, aber wir hatten immerhin die berühmte Statue "L’angelo della città", die einen nackten Mann auf einem Pferd zeigte, gesehen. Wir gingen dann noch zu einer Kirche, ehe wir uns zu Fuß auf den Weg zum Markusplatz machten. Dort durfte ich wie immer die Tauben füttern. Dann erkundeten wir die Hinterwelt von Venedig. Wir gingen durch kleine, schmale, stickige, dunkle, enge Gassen, wo keine Menschenseele war. Schließlich kamen wir zu einem Platz wo ein roter Teppich aufgelegt war, auf dem ganz groß "Biennale" stand. Denn eine Woche nach unserem Urlaub begann die Biennale in Venedig, wo sogar George Clooney kam. Und ich war nicht dabei… Tz! Naja, wir durchforsteten dann wirklich jeden Winkel von Venedig und kamen dann zu einer sehr schönen Trattoria. Juhu, endlich hatten wir das gefunden, nach dem wir schon so lange Ausschau gehalten hatte. Wir setzten uns also auf einen freien Tisch und ich bestellte Calamares und Pommes und meine Mama nahm Nudeln mit Käse, dazu tranken wir beide ein Cola. Der Kellner war auch wirklich freundlich und kurze Zeit später kam unser Essen. Mein Essen war ganz okay, aber meiner Mama schmeckten ihre Nudeln überhaupt nicht. Ich gab ihr dann etwas von meinem Essen und dann wollten wir bezahlen. Als die Rechnung kam, machten wir beide große Augen. Die Rechnung belief sich tatsächlich auf 44 €, für diese zwei lächerlichen kleinen Gerichte! Tja, wir bezahlten dann und marschierten weiter durch Venedig. Wir gingen über mindestens 50 kleine Brücken und durch enge Gassen und wussten nicht wo wir eigentlich hingingen. Ich begann schließlich das Lied "Über 7 Brücken musst du gehen" zu singen, allerdings wandelte ich den text auf "Über 77 Brücken musst du gehen" um. Schließlich kamen wir zu einem kleinen Park, in dem wir uns reinsetzten. Dort waren Bänke aufgestellt und in der Mitte des Parks war ein Steinbrunnen platziert. Meine Mama und ich setzen uns auf eine Bank, von der wir einen guten Blick auf den „Canale Grande" hatten. Plötzlich klingelte das Handy. Meine Mama hob ab und telefonierte dann mit meinen Papa. Da fiel mein Blick auf den „Canale Grande" und mir blieb die Spucke weg. Dort fuhr ein riesiges Kreuzfahrtschiff. Meine Mama meinte dann auch "Boah, ein Kreuzfahrtschiff fährt an uns vorbei!", doch mein Papa, der am anderen Ende der Leitung war, wollte es ihr natürlich nicht glauben und hielt uns für verrückt. Nachdem wir uns genug ausgerastet hatten, gingen wir an der "Strandpromenade" entlang und kamen schließlich zu einem Föhrenwald. Der Wald war direkt neben dem Meer und es roch herrlich nach Föhren und Salzwasser. Wir setzten uns hin und fütterten ein paar herumflatternde Tauben, wobei eine ziemlich krank war und sich nicht mehr rühren konnte. In dem Wald war es unglaublich ruhig im Gegensatz zu der Innenstadt von Venedig. Es kamen hier ja auch kaum Menschen vorbei. Wir beschlossen dann wieder zurück ins Leben von Venedig zu gehen und nachdem ich noch ein letztes Mal meine Tauben am Markusplatz gefüttert hatte fuhren wir mit dem Vaporetto zurück zur Bushaltestelle. Dort kaufte ich mir eine "Granita" (Erfrischungsgetränk) und dann fuhren wir mit dem Bus über die lange Straße übers Meer zurück zu unserem Hotel. Auch an diesen Abend gingen wir wieder in die Bar "Aperto" ein Eis essen und dann packten wir unsere Koffer.



Tja, so schnell konnte es also gehen, dass eine Woche in Italien um war. Ich hörte an diesem Abend noch mal alle meine "Italien-Lieder" ("Because you loved me" von Celine Dion; "Happy Anniversary" von Sarah Connor; "I´ll be right here waiting for you" von Monica und "Man! I feel like a woman!" von Shania Twain), die ich die ganze Zeit auf der Hinfahrt nach Italien und auch zwischendurch im Zimmer gehört hatte und dann ging ich schlafen.
Am nächsten Tag gingen wir wie immer frühstücken und dann verabschiedeten wir uns von "Mama" und fuhren gegen dreiviertel Neun von unserem Hotel ab Richtung Autobahn. Nachdem wir kurz vor der Autobahnauffahrt noch tankten, konnten wir beruhigt die Heimreise antreten. Irgendwie war ich schon etwas traurig und wehmütig, dass nun unser Italienurlaub zu Ende war, allerdings hätte ich es auch nicht mehr länger ausgehalten, da ich schon ziemlich übermüdet von dem vielen hin- und herfahren war. Auf der Autobahn standen wir dann vor der Mautstation "Venedig" noch eine Stunde im Stau, aber sonst verlief die Fahrt reibungslos. Kurz vor der italienisch-österreichischen Grenze sah ich noch mal aus dem Fenster und nahm Abschied von "bella Italia". Ja, es war schon ein sehr sonniger Tag, doch als wir dann die Grenze passiert hatten und wieder "Österreich" stand und wir in die österreichischen Alpen kamen, begann es zu regnen. Als erstes ganz leicht und schließlich begann es zu schütten. Wir machten dann bei der ersten Raststation in Österreich Halt. Nachdem wir aber beide eigentlich nicht hungrig waren, nahmen wir uns nur einen Salat, den wir aber auch nicht ganz zusammenaßen. Die restliche Fahrt verlief ziemlich mühsam, da wir durch den starken Regen nicht schneller als 40 km/h fahren konnten. Schließlich kamen wir am "Wörthersee" (von mir auch "Buchstabenteich" genannt ;-)) vorbei, den man von der Autobahn sehen konnte und wäre schöneres Wetter gewesen, hätte ich den Vorschlag gemacht dort noch baden zu gehen, aber bei diesem Wetter hatte ich auch kein Bedürfnis danach.

Nach einigen Stunden, wo ich sehnsuchtsvoll auf die Hinweisschilder schaute, wo stand wie viele Kilometer es noch bis Wien seien, kamen wir endlich zu Hause an. Dort wurden wir dann auch schon von meinem Papa erwartet. Müde und erschöpft setze ich mich gleich mal vor den PC und checkte meine E-Mail, danach begannen wir Papa zu erzählen, wie es in Italien war und dann gingen wir zum Heurigen Nachtmahl essen. Ach, wie froh ich doch war, endlich wieder "richtiges" Essen zwischen den Zähnen zu haben!

Und nächstes Jahr geht´s mit dem Auto quer durch Europa. Kleiner Scherz!!!! :-)


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